Totenkult als Lebenseinstellung der alten Ägypter

Jenseitsglauben und Mumienkult

Wo das Leben ist, ist auch der Tod und jede Kultur hat ihren eigenen Umgang damit.

Denkt man an Ägypten, kommen einem unweigerlich Bilder von den herrlichen Pyramiden, von prunkvollen Gräbern und von sehr gut erhaltenen Mumien in den Sinn.

Die alten Ägypter glaubten fest an das ewige Leben nach dem Tode. Die Pyramiden- Gräber und Mumien, erzählen uns von ihrer Hochkultur und ihrem überaus hoch entwickelten Totenkult.

 

Der Tod war sehr wichtig für die Ägypter, darum verfeinerten sie die Technik des Einbalsamierens bis zur Perfektion. Die Mumien sind teilweise so gut erhalten als wären sie erst vor wenigen Jahren gestorben und nicht vor Tausenden von Jahren.

Unsere heutige Technik macht es möglich, dass man Mittels DNA die Abstammung und Familiengeschichte der Mumien bestimmen kann, wie es bei dem Pharao Tutanchamun 2010 geschehen ist. Mumien üben seit jeher eine gewisse Faszination auf uns aus, vergessen darf man allerdings dabei nicht, dass es sich hierbei um einst lebendige Menschen gehandelt hat, die so wie wir heute gelacht, geweint und geliebt haben.

Bestattungsrituale

Da die alten Ägypter an das Weiterexistieren nach dem Tod im Jenseits glaubten, bereiteten sie sich bereits im "irdischen" Leben, auf das Leben im Jenseits vor, das für jeden Ägypter das höchst angestrebte Ziel im Leben darstellte. Da sie glaubten, dass der Mensch im Jenseits seine Körper-Hülle noch benötigt, sorgten sie für bestmöglichste Einbalsamierung der Verstorbenen.

 

Bestattungsrituale sollten dafür sorgen, dass der "Reisende" den Weg ins Unterreich gut beschreiten konnte. Verschiedene Grabbeigaben sollten den Verstorbenen sein Weiterbestehen im Jenseits so angenehm wie möglich machen. Denn es wartete eine gefährliche Reise auf die Toten, wo viele Gefahren überwunden werden mussten, bis er in den "glückseligen Gefilden" sein unendliches Leben antreten konnte.

Aber unglückselig der, der diese Gefahren nicht überstand, auf diesen warteten Qualen der Verdammnis, die unserer Vorstellung der Hölle entspricht.

 

Figuren, die "arbeitende Menschen" darstellten, wurden gerne beigefügt, da diese den Verstorbenen im Jenseits hilfreich zur Seite stehen sollten, um etwa dessen Felder zu bestellen. In diese Figuren wurden daher gewisse Texte eingeritzt, die dem Toten Hilfe garantieren sollten.

Die Toten wurden außerdem regelmäßig mit Speise und Trankofper bedacht und auch Briefe schrieb man an die Verstorbenen.

In den Bandagen der Mumien entdeckte man immer wieder Amulette und Schutzsymbole. Aber für das Leben im Jenseits zählte in erster Linie, was der Verstorbene für ein irdisches Leben geführt hatte und was er für ein Mensch war. Das Herz des Verblichenen wurde nämlich vor dem Totengericht des Osiris im Jenseits in die Waagschale gelegt.

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