Die altägyptische Mythologie

Was wäre Ägypten ohne seinen Mythos?

Die altägyptische Mythologie

Die ägyptische Mythologie berichtet von dem Leben und Wirken der Götter. Sie ist eine bestimmte Form von Erzählung, die zur Legende wurde und unserem reellen Denken in jeglicher Hinsicht entrinnt. Es sind Geschichten, die in den Bereich der Übernatürlichkeit, fernab von unseren Naturgesetzen fallen. Aber wie entstanden diese Mythologien einst und woher sind sie gekommen?

 

Fest steht, dass der Mythos entgegen den Wissenschaftlichen und religiösen Definitionen, die stets das "Warum" eines Vorgangs erklären wollen, seine eigene Sprache spricht. Der Mythos beschreibt mit seiner ganz eigenen bildhaften und poetischen Sichtweise die Sicht auf die Welt und das Leben. Die Bild-Symbolik dahinter ist oft sehr stark deutungs- und interpredationsbedürftig. Er erzählt von einer Zeit, wo die Menschen neben den Göttern lebten und starben. Wo sich die Menschen mit den Göttern arrangieren mussten und aber auch ihrer Willkür ausgesetzt waren.

Die Verfasser versuchten einst mit ihren außergewöhnlichen Schriften, ihre Ansicht von der Sinnhaftigkeit der Welt und des Lebens, in Form eines Mythos, der poetisch gesehen einem Kunstwerk oder einem Gedicht gleicht, wiederzugeben.

 

Die ägyptische Mythologie als Solches, war einst untrennbar mit der altägyptischen- Religion sowie der Astronomie verbunden und findet in den einzelnen Bereichen ihre Schwerpunkte.

Als ein über Dreitausend Jahre altes Vermächtnis jener Zeit, ist das Nutbuch anzusehen.

Der Originaltitel dieses Nutbuch lautet: "Grundriss des Laufes der Sterne" und beinhaltet eine Sammlung

alt-ägyptischer-astronomischer Texte.

 

Themenbereiche wie:

a.) Dekan-Sterne (eine bestimmte Anzahl von Sternen, die in der Magie variieren können, ergab das Dekan-Sternbild).

b.) Schattenuhr (auch ägyptische Sonnenuhr genannt, diente der Messung von saisonalen Tagesstunden.

Unter diesen saisonalen Tagesstunden, versteht man die Zeitabschnitte des Tages und der Nacht, (Sonne und Mond) deren Dauer von den wechselnden Jahreszeiten abhängig ist.

Das Notbuch ist also ein Relikt, das uns Einblick in diese Zeitepoche gewährt.

Verschiedene Erklärungsmodelle - kein einheitlicher Schöpfungsmythos

In der ägyptischen Mythologie existiert kein einheitlicher Schöpfungsmythos zur Entstehung der Erde, die Schöpfung wurde nicht als Anbeginn der Zeit und des Lebens, sowie der Welt und des Universums angesehen, es gibt hierzu mehrere Erklärungsansätze.

In den wichtigsten ägyptischen Kultzentren, Hermopolis magna, Heliopolis sowie Memphis wurden unterschiedliche Erklärungsmodelle zur Entstehung der Welt entwickelt:

 

a.) Kosmogonie: (griech. Weltzeugung) Bei dem Erklärungsansatz Kosmogonie könnte die Weltentstehung mystisch gedeutet, oder auch rational  erklärt werden, die sich je nach Anschauung, entweder als Erklärungsansatz in dem Bereich der Mythologie oder in den Wissensgebieten der Naturwissenschaften oder der Philosophie einreihen.

 

b.) Theogonie: (griech. Entstehung der Götter, geboren werden) Entstehung der Götter, ist ein Werk von dem griechischen Dichter Hesiod, in diesem er die Entstehung der Welt und der Götter in der Reihenfolge ihrer Regentschaft beschrieb. Dieses Werk zählt mitunter zu den ältesten Quellen (Ca. 700 v. Ch.) der griechischen Mythologie

 

c.) Heliopolis der "Urhügel", war in der ägyptischen Mythologie der Erste, der aus der "Urflut" auftauchte, auf diesem Hügel sind dann der Legende nach auch die Götter entstanden, als Herr von Heliopolis wurde der Schöpfergott Hu verehrt.

Der ägyptische Mythos der Schöpfung hatte nachhaltige Auswirkungen: Auf diesem "Urhügel" wurde dann das gigantische Tempelareal Ägyptens, mit monumentalen Ausmaßen errichtet. Etwa ein Quadratkilometer wurde bebaut mit Bauwerken die bis zu 10 Meter in den Himmel ragten und deren Mauerwerk der äußeren Begrenzungsmauern bis zu 17 Meter dick waren.

Heliopolis auch griech. Sonnenstadt, war bereits seit dem frühen "alten Reich" eine altägyptische Stadt die in Unterägypten, nahe des heutigen Kairos, wo der bedeutende "Atum-und Re-Harachte" Tempel steht, ihre Niederelassung hatte. Obelisken die heute weltberühmt sind und in der Zeit um 1400 - 1300 v. Chr. entstanden sind, stammen von hier. Städte wie Rom, London und New York haben sie heute unter ihren Kulturschätzen.

Dass alles regt zum Denken an, über das eigene Leben und über unser Dasein. Darum haben die ägyptischen Mythen bis heute an ihrer Faszination nichts eingebüßt.

Quelle: Wikipedia, Foto: Pixapay

Weiter geht's auf steinaura.at mit ...

Weitere Mythen

Im der Hitze des Kampfes zwischen Seth und Horus verlor Horus ein Auge, dass ihn beim Kampf ausgestochen wurde, aber von seiner Mutter Isis wieder geheilt werden konnte. Die Überlieferung des Mythos besagte allerdings auch, das auch Seth der ...