Malerei der alten Ägypter

Malerei der alten Ägypter

Ägyptische Kunst ist der Sammelbegriff für die Werke visuell gestaltenden Kunst oder auch als bildende Kunst bezeichnet, aus den verschiedenen Perioden des alten Ägyptens. Dazu zählen Bereiche wie die Bildhauerei, Malerei, Zeichnungen Grafiken, Baukunst und die verschiedenen Bereiche des Kunsthandwerkes.

Die Kunst des pharaonischen Ägyptens ist vor allem in Werken der Reliefkunst, der Malerei, der Plastiken und der Architektur zu finden. Das gehobene Kunsthandwerk mit seinen einzigartigen Unikaten zählt auch im besonderen mit dazu.

Funde kleiner Kalkstein-Scherben oder Ton-Scherben, die sogenannten Ostraka, erzählen von den künstlerischen Tätigkeit ältägyptischer Künstler, die darauf Entwurfszeichnungen machten, oder einfach nur von Bürgern die es für ihre Notizen nutzten. Sie lassen uns quasi durch ein "Zeitfenster" schauen, da diese Ostraka den Menschen damals als Papierersatz für Aufzeichnungen, Schulaufgaben, Quittungen uns vieles mehr dienten, da Papyrus nicht immer verfügbar war und auch als kostspielig galt.

Nofretete: Hauptgemahlin des Königs Echnaton. Sie lebte im 14. Jahrhundert v. Chr.

Die Malerei der alten Ägypter ist vor allem von Wandmalereien aus Grabkammern und von Särgen bekannt. Sie stammen fast alle aus Grabstätten, die in der Wüste erbaut wurden und sind des trockenes Klimas wegen, deren sie ausgesetzt waren meistens recht gut für die Nachwelt erhalten geblieben.

Im Sinne dieses göttlichen Charakters dienten diese Malereien nicht als Wandschmuck, sondern ihre Bedeutung fand sich vielmehr in Königskult, Jenseits- und Götterglauben wieder.
Bei den Malereien in den Felsengräbern des Neuen Reiches beschrieben die Bilder die Reise des Pharaos zu Osiris, dem Gott der Unterwelt und zeigten Gefahren und Schwierigkeiten auf, die es auf dieser Reise ins Paradies zu überwinden gab.

Auch Wandmalereien aus den Häusern der Lebenden wurden gefunden, die jedoch sind meist nicht so gut erhalten.

Die ägyptische Malerei-Kunst kannte damals noch keine Perspektive. Die Brust der Figuren wurde, im Gegensatz zum restlichen Körper,  frontal gezeichnet, auch wenn sie saßen war die Körperhaltung immer sehr steif und gerade, der Kopf aber wurde im Profil gezeichnet.
Bei Menschen und Tieren sollte das Wesentliche der Körperteile nämlich unverändert, in typisch frontaler Form hervorgehoben werden. Das führte dazu, dass Figuren ohne Perspektive dargestellt wurden. Der Kopf wurde im Profil gezeichnet, Auge, Schultern, Arme und die Brust dagegen frontal dargestellt, aber vom Nabel abwärts wurden die Figuren wieder im Profil wiedergegeben. Bei den männlichen Darstellungen, wurde mit braun- roter und bei den weiblichen Bildnissen wurden mit gelber Farbe gemalt.


Die Kunst des alten Ägyptens zeichnete sich einerseits durch strenge Kanonisierung und Formalisiierung, aber andererseits auch durch ein hohes Maß an Detailtreue und Naturalismus aus.
Die Künstler damals, konnten nicht einfach drauf los malen, sie mussten sich nach strengen Vorgaben richten, die ausführenden Künstler bedienten sich spezieller Methoden, wie z.B. eines Probortionskanons (Mit Hilfe eines Quadratnetzes) der in der bildenden Kunst, die Maße der Proportionen des menschlichen Körpers, als Grundlage einer Maßeinheit zueinander in ein Verhältnis setzt und so die Grundmaße des menschlichen Körpers eingeteilt wurden.

Formalisierung war bei der Kunst und Darstellung etwas unumgängliches in jener Zeit, es bedeutet etwas in eine (strenge) Form bringen, etwas wird formalisiert, indem etwas beispielsweise in einer strengen Form dargestellt wird, oder bei einer Durchführung eine strenge Form eingehalten wird. Gemeint ist mit strenger Form eine Schriftform, deren Zeichen in einer festgelegten Art und Weise und festgelegten Reihenfolge verarbeitet wird.

Wie bei der Reliefkunst und Architektur blieb auch die Gestaltung der Malerei fast 3 000 Jahre unverwechselbar. Es gab eben diese Regeln und Normen, die jeder ägyptische „Kunst-schaffende" beherrschen musste.

Dazu gehörten:

  • 1.) Der sogenannte Bedeutungsmaßstab
  • 2.) Die Einhaltung traditioneller Proportionen

Durch den Bedeutungsmaßstab konnte die soziale Stellung, sowie die Hierarchie von Personen ausgedrückt werden.

Bei den unterschiedlichen Größenverhältnisse der Figuren vor allem bei Skulptur, Malerei und Relief war ihre soziale Stellung sowie die Machtposition, von wesentlicher Bedeutung für das dargestellte Kunstobjekt.


Pharao und Götter wurden Z.B. am Größten dargestellt und an der idealsten Stelle der Darstellung platziert. Königinnen wurden Z.B. als Standfigur so groß wie eine königliche Sitzfigur dargestellt und Diener wurden wesentlicher kleiner, oft seitlich oder zwischen den Beinen der großen Figuren, im Verhältnis dargestellt.

In dem Zeitraum von 3000 Jahren gestalteten die Ägypter ihre Götter und Pharaonen, in Skulpturen und der Malereien gerne als „Mischwesen“, ein Wesen zwischen Mensch und Tier.

 

Die Besonderheiten, die Merkmale und den Charakter eines Herrschers wurden im Menschenkopf ausgedrückt, seine Größe und Stärke aber im unbezwingbaren mächtigen Körper des Löwen (Sphinx von Giseh, um 2550 v.Chr.).

 

Die Skulpturen der Götter dagegen wurden mit Tierköpfen auf Menschenkörpern dargestellt:

z.B.: Horus mit einem Falkenkopf, Amun mit einem Widderkopf und Anubis mit einem Schakalkopf.

 

Quellen: Wikipdia, Fotos: Pixabay

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