♥ Eine kleine Gutenachtgeschichte ♥

Jonny die Kirchenmaus, Seite 2

Für Jonny bedeutete dies allerdings, dass er nun, so traurig das war, ab jetzt etwas mehr Futter abbekommen würde, denn er musste sich, nur noch gegen seine drei älteren Geschwister bei der Futterausgabe behaupten.

Die Zeit verging aber der Hunger blieb.

 

Eines Tages hatte die Mutter eine Idee, sie wollte mit ihren ältesten Kindern in das Feld hinaus gehen, da ja jetzt der Weizen schon reif war. Sie wollten in der Nacht aufbrechen um in der Früh mit gefüllten Taschen wieder hier zu sein. Zum Abschied zwinkerte die Mutter Jonny und seinem Bruder, der übrigens Jo hieß, aufmunternd zu, dann verschwanden sie in der Dunkelheit der Nacht. Als es dämmerte und der nächste Morgen anbrach, war die Mutter mit den drei Geschwistern noch immer nicht hier, nun machte sich Jonny doch allmählich Sorgen.

Er wartete und tröstete seinen Kleinen Bruder, aber es kam niemand zurück. Als es wieder Nacht wurde, waren sie immer noch alleine, langsam ahnte Jonny, dass er nun auf sich alleine gestellt war.Sie warteten noch einen weiteren Tag, aber der Hunger wurde zu groß um noch länger ausharren zu können da sagte Jonny zu

Jo: "Jetzt sollten wir uns auf den Weg machen."

 

Er nahm seinen kleinen Bruder bei der Hand und riskierte bei dem Versuch, seinen Bau zu verlassen, Kopf und Kragen aber er musste es einfach wagen, den der Hunger war schon sehr groß und der Zeitpunkt war perfekt.

Ganz langsam, leise und vorsichtig, schlichen sie an der Scheunenwand entlang, es war keine Katze in Sicht. Als sie vorsichtig bei der Scheunentür hinausspähten bemerkten sie, dass alle Katzen beim Haus versammelt waren und gerade ihr Futter in Schüsseln bekamen, es roch so lecker, dass Jonny und Jo das Wasser im Munde zusammen lief.

 

Aber diese Situation rettete ihr Leben. Die Katzen waren zu abgelenkt um zu bemerken, was sich hinter ihnen tat

und so konnten die Beiden den Hof verlassen.

Nun, da Jonny eine überaus intelligente Ratte war, hatte er diese Situation, in der die Katzen mit dem Fressen abgelenkt waren auserwählt, um in diesem Moment zu fliehen, da die Chancen so am besten standen. Nun waren sie also unterwegs, aber wohin sollten sie bloß? 

Sie liefen quer durch das Feld, so schnell sie nur konnten. "Ich kann nicht mehr," sagte Jo erschöpft und lies sich auf den Boden fallen. Jonny blickte sich um und entschied, dass es nun Zeit für eine Pause wurde. Er sagte zu seinem Bruder: "Jetzt ist es nicht mehr so weit." Wusste aber selber nicht wohin sie eigentlich liefen.

 

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