Gesellschaftsschichten im alten Ägypten

Priester-Beamte-Arbeiter-Sklaven

Der Pharao - "ein Superstar"

Der umstrittene Herrscher war der Pharao.

Er fungierte als höchster Richter, Oberbefehlshaber über das Heer und als oberster Priester. Da Ägypten aber aber schon so groß geworden ist, konnte er dieser Aufgabe nicht mehr alleine nachgehen. Er delegierte manche Ämter an seinen höchsten Beamten, den Wesir. Der seines Amtes Kanzler, Kultur und Kriegsminister und oberster Richter war. (direkt dem Pharao untergestellt).

Der Wesir reiste durch das Land, sorgte für Gerechtigkeit indem er sich Beschwerden anhörte und entfachte Streitigkeiten unter dem Volk untersuchte und schlichtete. Er war vom Pharao, bei seinem Amtsantritt zum höchsten Maße an Gerechtigkeit verpflichtet worden.

 

Ein Pharao wurde als Gottesgleich angesehen, mit ihm direkt in Kontakt zu treten um ihn etwa anzusprechen, war verboten. Das Volk hätte ohnehin dazu kaum Gelegenheit, da sich der Pharao nur sehr selten in der Öffentlichkeit zeigte, um so den Glauben seines Volkes an seine Göttlichkeit aufrecht zu erhalten. Nur zu besonderen Anlässen, ließ er sich mit der Sänfte durch die Straßen tragen, um vom Volke bewundert und geehrt werden zu können, immer stets umgeben von einer Armee seiner Leibwächter.

Der Pharao war Zeit seines Lebens- und nach dem Tode, ein Superstar der Superlative in Ägypten.

 

Der Pharao heiratete viele seiner Frauen oft nur aus politischen Gründen, er zeugte mit jeder von ihnen mehrere Kinder, die später die gleichen Schulen besuchen würden, wie die Kinder der Reichen und Adeligen.

Dies war ein strategisch-politischer Schachzug, denn durch die frühen Bekanntschaften der zukünftigen Würdenträger und Adelige der Oberschicht, würde sich eine vernetzte Elite des Reiches bilden.

Die Reichen waren stolz darauf in der Gunst des Pharaos zu stehen, hatten sie sich einmal diese Gunst erworben, durften sie sich "Freunde des Pharaos" nennen, ein Titel der den unteren Bevölkerungsschichten schier unerreichbar blieb.

Was das einfache Volk über den Pharao gedacht hatte, blieb leider den Geschichtsschreibern verwehrt. Es ist anzunehmen, dass der harte Alltag und Broterwerb, den Menschen sehr viel abverlangte und daher der Fokus auf das tägliche Überleben gerichtet war.

Prister-Beamte

Den Priestern wurden im alten Ägypten viele Vorrechte eingeräumt. Sie verdienten gut, waren von den Steuern befreit und hatten in der Gesellschaft ihren Stellenwert.

Das alte Ägypten war ein wahrer Beamtenstaat, es gab rund 1600 verschiedene Berufsspaten und Titelträger innerhalb des Beamtenstandes.

Die Schreiber und die Verwaltungsbeamte die ihrer Herkunft nach meist Adelige waren, bildeten sozusagen der fungierende Staat, sie hatten die Aufgabe, Steuern einzutreiben und das Rechtssystem zu bilden.

Den Schreibern wurden außerdem  große Aufgabengebiete zugesprochen. Sie mussten den Bau von Tempeln überwachen, im Weiteren, die Ernten und den Abbau von Kupfer kontrollieren, sowie das Land nach jeder wiederkehrenden Nilschwemme neu vermessen.

Arbeiter-Bauern

Das arbeitende Volk, das vorwiegend aus Bauern bestand, war einer strengen Aufsicht unterzogen. Die Staatsbediensteten kontrollierten und protokollierten alles akribisch. So musste im Falle eines Ausfalles, durch einen Krankheit, die fehlende Zeit im Nachhinein eingearbeitet werden. Der Bauernstand führte ein eher bescheidenes Leben, sie lernten ihren Beruf vom Vater und konnten nicht schreiben oder lesen.

Sie besaßen kleine Felder, die sich entlang des Nils befanden und wo sie acht bis neun Monate im Jahr, Weizen, Obst und Gemüse anbauen konnten. Da sie Selbstversorger waren, züchteten sie auch Rinder, Schafe und Ziegen und legten sich damit Vorräte an, da sie mit der jährlichen Überschwemmung des Nils leben mussten.

Der Wasserstand des Nils war auch ausschlaggebend für die Besteuerung der Landwirtschaftlichen Erzeugnisse und wurde als Maßstab genommen. Bei hohen Wasserstand wurde angenommen, dass die Ernten gut ausfielen und wurde dementsprechend hoch besteuert.

 

Die Arbeiter und Handwerker-Klasse die der Verwaltung des Landes angehörten, konnten es durch viel Arbeit zu einem bescheidenen Wohlstand schaffen, so dass sie sich ein eigenes Heim schaffen konnten. (Daran hat sich wohl in den Jahrtausenden nicht´s geändert).

Sklaven

Bei den Sklaven des alten Ägyptens ist es schwer zu erkennen, in welchen Kontext, sie der über -gestellten Person dienten.

Aus den Texten über Sklaven des alten Ägyptens, geht nicht eindeutig hervor, ob die genannte Person, des Textes ein Sklave oder ein Diener ist. Da die Männer und Frauen dieser Zeit, ähnlich dem Mittelalter, oft Leibeigene von Königen und Tempel-Einrichtungen waren.

Sklave bedeutet in seiner Sinnhaftigkeit: "Ein Mensch, der als Besitz einer Person oder eines Haushaltes gebunden ist."

Quellen: Planet-wissen.de, Wikipedia, Pixabay

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Kriegswesen & Soldatenleben

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