Die Maya-Schrift

So geheimnisvoll wie einst ihre Schreiber

Die Schrift der Maya

Die Schrift der Maya war sehr beeindruckend, man hat bislang 800 Schriftzeichen gefunden, die bis heute aber nicht alle gedeutet werden konnten. Es hat lange gedauert, ihren Sinn zu entschlüsseln und zu erfassen. Die Wissenschaftler gingen davon aus, das die Zeichen eigenständige Symbole seien und es sich sozusagen um eine Symbolsprache handle, die es nur zu entschlüsseln galt.

Andere Theorien besagten, das die Zeichen ähnlich wie bei unserer Schrift, einen Bezug zur Sprache haben könnten und wurden von den Wissenschaftlern als phonetische Zeichen gedeutet. Man kann sich das so vorstellen, z.B. der Laut "E" wird so wie bei uns durch den Buchstaben "E" dargestellt und so sollen auch die Maya-Zeichen für die verschiedenen Laute ihrer Sprache stehen.

 

Erst nach längerer Zeit ist man dahinter gekommen, dass es sich hierbei um eine Mischform handelt, die zum Teil aus Symbolen, sogenannten ideographischen Zeichen besteht aber auch phonetische Zeichen beinhaltet, es sich aber nicht, so wie bei unserer Schrift um Buchstaben handelt. Die Maya-Schreiber stellten mit ihren Zeichen ganze Silben dar, erst durch dieser Erkenntnis konnten die Forscher einige Zeichen entschlüsseln.

Inzwischen hat man mehr als die Hälfte der Maya-Zeichen entschlüsselt. Das hat uns wiederum gezeigt, dass wir von den Maya ein falsches Bild hatten. Sie waren nicht die naturverbundenen und friedlichen Ureinwohner, sondern ein überaus kriegerisches Volk, die ihre Gefangenen in Opferritualen grausam hinrichteten.

Man findet heute, wenn man als Besucher, "auf den Spuren der Mayas unterwegs ist,"  mysteriöse Schriftzeichen auf zahlreichen Bauwerken, die uns die Mayas als ihr Erbe vermacht haben und die auf uns eine starke Faszination haben.

Es wird noch einige Zeit bedürfen, um das Geheimnis der Maya und ihrer Hochkultur zumindest ansatzweise zu lüften.

Hieroglyphen-Tafel

Diese Hieroglyphen-Tafel ist in Mexiko, im Anthropologischen Museum ausgestellt.

 

Schon im 16. Jahrhundert beschäftigte sich der Bischof von Yukatàn, ein damaliges Kirchenoberhaupt, mit den Maya-Schriftzeichen. Er ließ sich das spanische Alphabet in die Maya-Schrift übersetzen.

 

Der Bischof, dessen Namen das Alphabet trägt, veranlasste auch, dass alle auffindbaren Handschriften der Mayas verbrannt wurden.

In der Zukunft wird man auf dieses "Landa-Alphabet", trotz Fehlinterpretierungen zurückgreifen.

 

Nur drei Maya-Codices blieben der Nachwelt erhalten.

Die Maya-Codices sind Bilderhandschriften, die über das leben der Mayas berichteten. Sie erzählten über ihr Leben, ihre Kenntnisse über Mathematik und der Astronomie. Ihr hoch ausgereiftes Schriftsystem bestand aus Bildern, Zahlen, und Schriftzeichen.

 

Die Kenntnisse über die Maya-Schrift ging leider verloren, aber die Sprache hat bis heute überlebt.

Hieroglyphen-Tafel 2

Diese Hieroglyphen-Tafel befindet sich im Palenque Museum in Mexiko. Die Ruinenstätte Palenque, ebenso wie ihr gleichnamiger Ort, befinden sich im Hochland von Chiapas am Rio Usumacinta. Die Maya-Stätte ist umgeben vom herrlichen Regenwald in einer erschlossenen Lage und hat herrliche Architektur und gut erhaltene Reliefs zu bieten.

 

Die kunstvolle Schrift der Mayas ziert Steinleisten, Stuck Dekor und Keramikbehälter. Die einzelnen Buchstaben-Zeichen sind ästhetisch und künstlerisch angeordnet. Die Liebe zum Detail und der Komplexität der Formen, spiegelt die Kultur der Mayas wieder.Den Forschern ist seit 1970 gelungen, etwa 90 Prozent der Maya-Hieroglyphen zu dechiffrieren. Diese Zeichen der Maya-Schrift, stellen immer ein einziges Wort dar.

 

Öuelle: www.planet-wissen.de

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Der Maya-Kalender

Der Maya-Kalender war unserem Kalender schon sehr ähnlich. Die Mayas teilten das Jahr in 365 Tage ein, das auf 18 Monate aufgegliedert wurde, wobei ein Monat 20 Tage hatte, plus fünf verweilende restliche Tage. Der "Haab" (das Sonnenjahr), der einen Teil ...