Die "Traumzeit" der Aborigines

Ihre Kunst zählt zu den ältesten Kunstwerken der Menschheitsgeschichte

Über die Aborigines

Die Aborigines sind die Ureinwohner Australiens, die bereits vor ungefähr 40.000 - 60.000 Jahren den australischen Kontinent besiedelten.

Das Volk der Ureinwohner ist als solches recht vielfältig, es besteht aus verschiedenen Sippen oder Stämmen, die meist oft unterschiedliche Sprachen sprechen und verschiedene Traditionen leben, sie breiteten sich einst von Norden aus um das Land zu besiedeln.

Heute leben nur noch etwa 460.000 Aborigines, (oder etwas darüber) in Australien, ca. drei Viertel davon leben angepasst in den Städten.

Dort wo der Europäer erst später siedelte, sind die Traditionen der Ureinwohner am längsten erhalten geblieben, weil die Aborigines dort weitgehend noch unter sich leben durften, wie es z.B. im australischen Bundesterritorium "Northem Territory".

Die Flagge der Aborigines

Das ist die Flagge der Aborigenes, die ein Symbol der Ureinwohner Australiens geworden ist.

 

Im Jahre 1995 wurde die Flagge von der australischen Regierung offiziell als eine „Flagge Australiens“ anerkannt.

 

Die Bedeutung der Farben und Symbolik der Flagge lässt verschiedene Interpretationen zu:

 

1.) Die Sonne als Mutter des Lebens wird von der gelben Scheibe in der Mitte symbolisiert.

2.) Das schwarz könnte für den schwarzen Himmel in der Nacht stehen, oder für die Ureinwohner mit ihrer dunklen Hautfarbe. Schwarz könnte aber auch für die "Traumzeit" stehen, die den Ursprung der bestehenden Existenz darstellt, wo alles ihren Ursprung hat.

3.) Das rot, sollte das rote Land Australiens symbolisieren, die Mutter Erde, oder auch das vergossene Blut der Aborigines der letzten 200 Jahre.

 

Alle Farben zusammen symbolisieren die Basis des Lebens der Aborigines.

Die Kunst der Aborigines

Die Kunst der Aborigines besteht bereits seit 40.000 Jahren.

Ihre Kunst zählt zu den ältesten Kunstwerken der Menschheitsgeschichte, die auch heute noch besteht. Die Menschen damals brachten ihre Werke in Höhlen an und bemalten damit Gebrauchsgegenstände wie Speere und Schilde und Felsen.

 

Auch heute noch kann man den Künstlern bei der Arbeit zusehen. Ihre Werke wirken auf Fremde und Besucher eher wie moderne Kunst, weil sie sehr lebensfroh und bunt wirken, aber jedes einzelne Bild erzählt trotzdem seine eigene Geschichte.

Der Begriff  "Traumzeit" der Aborigines

Traumzeit ist der Begriff der Mythologie aller Aborigines, die tief in ihrer Geschichte und Religion verwurzelt ist.

Die Traumzeit-Legende handelt von der universellen Welt, diese allerdings Raum-und Zeitlos ist. Quasi der Ursprung der bestehenden Existenz, die sich im Hier und Jetzt ständig und fortwährend neu erschafft, aber allerdings niemals einen Anfang hatte.

 

Wo die reale Gegenwart, in einem ständigen und fortwährenden Schöpfungsfluss immer wieder erneut hervorgeht und ihrerseits wiederum die Traumzeit mit diesen gelebten und vorhandenen neuen Ereignissen und Begebenheiten "befüllt."

 

Die Aborigines leben nach dieser spiriduellen allumfassenden Mythologie die alles erklärt, und für sie eine Ordnung des Universums darstellt. Sie können dadurch alle Zusammenhänge besser verstehen und auch nutzen, für die Aborigines sind es ungeschriebene Gesetze.

Ihrer Weltanschauung nach, glauben sie so ist einst alles entstanden. In der Vergangenheit sehen die Aborigines nur die Erfahrungen und Ereignisse der jetzigen Welt.

Da sie an die Unsterblichkeit der Seele glauben, so ist ihre Mystik stark mit ihrem Ahnenkult verwurzelt.

Sie nehmen an, das ihre unsterbliche Seele, ein "Licht-Funke" ihrer Ahnen aus der Traumzeit ist.

Stirbt der Mensch, so kehrt der "Licht-Funke" in die Traumzeit zurück und wird anschließend in einer anderen Daseinsform wieder geboren. Entweder wieder als Mensch, oder als ein Teil der Natur, beispielsweise als Baum, oder auch als Tier.

 

Mit einem Traum hat das allerdings nichts zu tun, für die Aborigines handelt es sich vielmehr um eine natürliche moralische und spirituelle Ordnung des Kosmos sowie des gesamten Universums, des Lebens hier auf Erden, sowie aller Dinge in unserem Leben.

 

Gegenstände wie Felsen, entsprungene Quellen, Wolken, oder Ähnliches hier auf Erden, sind Teil der Traumzeit. Die Traumzeit wird nach dem Verständnis der Aborigines mit mehreren Bedeutungsstufen gleichgesetzt, einerseits hat es mit ihrer Geschichte und langen Traditionen zu tun und andererseits ist die Traumzeit allgegenwärtig, in einer Art durchlässigen Zweitwelt die neben unserer koexistiert.

 

Sie können sich jederzeit in die spirituelle Energie des Schöpfungszustand hinein versetzen.

Rituale und Zeremonien zum Eintauchen in diese spirituelle Energie, wurde ihnen von den Ahnen ausschließlich mündlich in Geschichten überliefert.

 

Mythologie der Aborigines

In der Mythologie der Aborigines sind die Wondjina oder auch Wandjina, Wolken oder Regengeister, die nach ihrem Glauben, das Leben und die Erde erschaffen haben.

Diese Geistwesen, die in der Traumzeit von der Milchstraße herabstiegen, werden immer mit Augen und Nase dargestellt, aber immer ohne Mund. Es besagt, das die Wandjina solche Macht hatten, das sie keinen Mund benötigten, sie konnten auch ohne Mund kommunizieren.

Aber die andere Version besagt, das einst die Wandjina ihre Münder öffneten, weil sie die Menschen über ihr rücksichtsloses Verhalten bestrafen wollten und sich darauf hin sintflutartige Wassermassen über die Menschen und das Land ergoss.

 

Da nun alles Leben vernichtet war, erschufen die Wondjina wieder neue Menschen und halfen diesen ihr Land wieder aufzubauen. Die Wandjina aber hielten fortan ihre Münder verschlossen, um den Menschen dieses Schicksal ein weiteres mal zu ersparen. Mit der Zeit verschwanden ihre Münder allerdings zur Gänze.

 

Noch heute verehren die Aborigines diese Geistwesen und es ist nur einigen auserwählten Stammesmitgliedern erlaubt sie zu malen.

Schaut man sich diese Darstellungen der Wondjina etwas genauer an, so könnte man durchaus Parallelen zu Bildnissen von Außerirdischen Besuchern aus den Tiefen des Weltalls erkennen.

 

Quelle: Wikipedia, Foto: Pixabay

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